Montag, 15. Dezember 2014

Kalderian - Erste Geschichte

Grüße aus Kalderian liebe Leute!

Wird Zeit, dass ich auch mal zu Kalderian einen eigenen Blogeintrag mache. Kalderian selbst ist ja schon relativ alt und wurde mehrmals überarbeitet. Dennoch muss ich zugeben, dass es nch nicht sonderlich viel schriftliches über Kalderian gibt, ein Umstand, den ich zu ändern gedenke. Jedoch braucht dies seine Zeit und ich möchte die Geschichte Kalderians zum einen natürlich in Chroniken und dergleichen erzählen, aber auch in Form von kleineren und größeren Geschichten. Ein Beispiel hierfür ist die Erzählung weiter unten. Sie war die erste, die ich zum „neuen“ Kalderian, also im Rahmen dieses Projektes jetzt geschrieben habe. Fallt dementsprechend nicht so hart mit mir ins Gericht, wenn euch die Geschichte nicht gefällt. Ich bin auch nur ein Mensch und übe mich noch im Schreiben solcher Dinge.

Hier jetzt die Geschichte:




Die schwindende Abendsonne tauchte die Kutsche in ein rot-orangenes Licht. Das Leder der rot-schwarzen Sitzbezüge glänzte im Licht. Katherina blickte verträumt aus der Kutsche. Es war lange her, dass sie in diesem Teil der Welt war. Erinnerungen an vergangene Zeiten gingen ihr durch den Kopf. Schmerzliche Zeiten, Glückliche Zeiten. Aber vorallem vergangene Zeiten. Die Zeit war voran geschritten und mit ihr die Welt. Katherina schmunzelte als ihr bewusst wurde, dass auch sie sich verändert hatte, insbesondere bei dem Gedanken, wie sie sich verändert  hatte. Sie strich sich eine Sträne ihres kastanienbraunen Haares aus dem Gesicht. Außerhalb zogen goldene Felder an der Kutsche entlang. Sie wendet sich dem Inneren zu.
Castiano, ihr Begleiter sah sie besorgt an. “Botschafterin, geht es euch gut?” Castiano war ein ehrgeiziger junger Mann, sie schätzte Anfang 20. Er besaß dunkelblondes, gelocktes Haar, welches er zu einem Seitenscheitel gekämmt hatte. “Ja, gewiss, ich war lediglich in Gedanken,” antwortete sie ruhig. Sie sah sich ihn weiter an. Er trug die Uniform eines Botschaftadjutanten, das dunkelblau stand ihm, aber Katherina hatte andere Leute noch nie nach ihrem Äußeren bewertet. Er war vielleicht etwa 1,80 groß, also etwas größer als sie selbst und schlank, ohne dünn zu wirken. Es sah allerdings auch nicht aus, als würde er sonderlich viel körperliche Kraft besitzen, etwas, was viele seiner Generation gern vernachlässigten.
Katherina sah an sich selbst herab. Sie hatte ihre schlanken Beine übereinander geschlagen und das Leder ihrer Hosen glizzerte genauso, wie auch die Bezüge der Sitze. Darüber trug sie eine edle Robe. Sie neigte den Kopf ein wenig weiter und betrachtete kurz ihr Korsett. Ihrer Meinung nach die gleichwohl beste, wie auch schlechteste Erfindung der letzten 200 Jahre. Es war modisch und sah gut aus, gleichwohl aber auch eng und teils unangenehm zu tragen.
Katherina war typischer Weise schwarz gekleidet. Sie war beinahe immer in dieser Farbe bekleidet, soweit sie sich erinnern konnte.
Das Licht der Sonne schwand weiter und im Fenster sah sie nun ihr eigenes
Spiegelbild. Eine junge Frau blickte sie an. Weiche Gesichtszüge, keine Falten, wachsame, dunkle Augen. Was für Gefühle sah sie dort? Misstrauen, Trauer, Hoffnung, Unsicherheit? Sie hatte nicht erwartet, dass sie so gespannt darauf sein würde, ihre Heimat, wenn man es denn so nennen konnte, wiederzusehen.
Ob Heimat der richtige Begriff war? Sie hatte ihre Jugend in den nördlichen Reichen verbracht, mit allem was dazu gehört, wenn man in gewisser Weise pupertär ist. Jedenfalls wurde ein bleibender Eindruck hinterlassen.
Aber sie war nicht mehr dieses kleine Mädchen. Sie war erwachsen geworden und als Botschafterin trug sie die Verantwortung für ihre Nation. Ihre Aufgabe war es, die Nation, welche sie mitbegründet hatte, aus der politischen Isolation zu befreien.
Das Ziel der Reise war ein altes Schloss, Burg Neuenbrück. Dort würde eine Konferenz stattfinden, mit Vertretern aller Länder. Das Interessanteste wäre jedoch die Audienz mit dem Diktator der Nordkalderischen Autokratie. Er führt sein Volk in Alleinherrschaft und doch möchte es sich nicht erheben, sondern bejubelt beinahe ausnahmlos seinen Herrscher, Harald Gustav Linn. Den Gerüchten zufolge soll er charmant, intelligent, zuvorkommend, aber dennoch durchsetzend und stark sein. Er wird als der perfekte Anführer gesehen, Stratege und Charismat gleichermaßen. Wie wird sie ihn wohl wahrnehmen? Genauso, oder wird er wieder so ein Schleimer und Speichellecker sein, wie sie sie schon kannte?

Das Ende kam ein bisschen plötzlich, hm? Es ist eben bisher nur ein Anfang, aber ich hoffe dennoch, dass es nicht allzu schrecklich war und euch dieser erste Einblick gefallen hat.
Es tun sich ja einige Fragen auf, und es wird eine ganze Zeit brauchen, diese zu beantworten.

Das war dann aber genug für heute, man hört später von sich wieder.

generalkros

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